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GUT ZU WISSEN

Warum herkömmliche Lebensmittel wie Wein, Obstsäfte, Bonbons usw. nicht zwingend vegan sind...

ECHTES KARMIN

 

Weite Namen wie: E120, Cochenille, Karmin, Karminsäure, Karmoisin, Karmesin, Koschenille, und bei Farblacken: Florentiner Lack, Kugellack, Münchner Lack, Pariser Lack oder Wiener Lack.

Die Farbe wird oft auch als Karminrot oder Scharlachrot bezeichnet.

 

Der Farbstoff wird aus weiblichen Schildläusen gewonnen. Für ein Kilogramm sind über 100.000 Schildläuse nötig. Zur Gewinnung der Farbe werden die Läuse getrocknet und in Wasser unter Zusatz von etwas Schwefelsäure ausgekocht. Das Karmesin wird dann unter Anwendung von Alaun und etwas Kalk ausgefällt, ausgewaschen und getrocknet. Durch die Verkollerung ist es dann möglich, Karmin auch als Pigment zu verwenden Farblacke.

Wein

Die meisten Weine sind nicht vegan!

Da Wein normalerweise geklärt und gefiltert werden muss, benötigt man ein geeignetes Filtermedium. Und das war jahrhundertelang und heute grösstenteils auch noch Gelatine oder Fischblase. In Spanien wird teilweise heute noch insbesondere Rotwein mit Stierblut gefiltert.

 

Die beiden Schönungsmittel Hühnereiweiss und Gelatine (hergestellt aus tierischem Bindegewebe) werden bei Kelterung und dem Weinausbau weltweit eingesetzt. Die beiden Schönungshilfen sind auch bei BIO-Weinen zugelassen. Diese Schönungsmittel haben bei Rotweinen den Zweck der Gerbstoffharmonisierung und werden bei Weiss- und Roséweinen für selbiges und auch als Klärhilfe eingesetzt.

 

Von der Bio-Suisse erlaubte tierische Verarbeitungshilfsstoffe im Wein:

Gelatine, Hausenblase (Fisch), Hühnereiweiss, Kasein, Magermilch

 

Obstsäfte

Getränke sind nicht automatisch vegan. Fruchtsäfte können mit tierlichen Hilfsmitteln wie Hausenblase (Schwimmblase von Hausen, Stören oder Welsen), Gelatine, Proteinen aus Milch (Kasein) oder Eiern (Ei-Albumin) geschönt worden sein. Das Schönen der Säfte dient dazu, sie zu klären, Trübstoffe zu entfernen und sie biochemisch zu stabilisieren. Es gibt eine Reihe Verfahren ohne tierlicher Substanzen wie Bentonit, Kohle, Papier etc.

 

Bier

Solange Bier nach dem deutschen (bayrischen) Reinheitsgebot gebraut wird, ist es vegan.

Hier findet ihr mehr Infos über Säfte und schweizer Bier: http://www.swissveg.ch/node/447

 

Zucker

Obwohl Zucker aus Zuckerrüben oder Zuckerrohr hergestellt wird, muß er nicht zwingend vegan sein. Beim Raffinieren kann Tierkohle zum Entfärben benutzt werden. Allerdings trifft das hauptsächlich auf Zucker amerikanischer Herkunft zu. In Deutschland und der Schweiz ist Zucker ausdrücklich vegan.

 

Bonbons

Sie haben meistens Gelatine drin, oder wenn die Süssigkeiten rot, rosa oder orange sind, ist meistens auch E120 Karmin enthalten, also immer auf die Inhaltsstoffe achten.

 

Essig

Wenn es auf Basis von Wein oder Obstsaft hergestellt wird, kann es potentiell auch unvegan sein.

 

Tierversuchsfreie Kosmetik

Seit dem 11. März 2013 ist EU-weit der Verkauf von Kosmetika verboten, für deren Inhaltsstoffe nach diesem Datum Tierversuche durchgeführt wurden. Dies gilt jedoch nur für die kosmetischen Inhaltsstoffe.

Einige Inhaltsstoffe (z.B. Duft- und Farbstoffe) fallen unter die Chemikalienrichtlinie (REACH), womit für diese Tierversuche gesetzlich vorgeschrieben sind.

Viele Kosmetikhersteller thematisieren die Frage nach Tierversuchen mittlerweile auf ihrer Website oder auf Anfrage von Verbrauchern. Ihre Antworten müssen oft sehr genau gelesen werden, um zu verstehen, was wirklich dahinter steckt. So weichen manche Hersteller beispielsweise darauf aus, dass die Bezeichnung „tierversuchsfrei“ auf Verpackungen nicht abgedruckt werden darf, da fast jeder Inhaltsstoff von Kosmetikprodukten irgendwann einmal an Tieren getestet wurde. Das stimmt zwar, dennoch könnten die Unternehmen natürlich ein wichtiges Signal gegen Tierversuche setzen, indem sie nur Inhaltsstoffe verwenden, die bereits zugelassen sind und für die keine erneuten Tests durchgeführt werden müssen.

Auch die Aussage, dass für dieses Produkt keine Tierversuche durchgeführt wurden, ist nicht aussagekräftig. Einzelne Inhaltsstoffe können dennoch nach der Chemikalienrichtlinie getestet worden sein. Ebenso verhält es sich mit der Information, dass das produzierende Unternehmen keine Tierversuche durchführt. Ob ein anderes Unternehmen mit der Durchführung von Tierversuchen beauftragt wurde, oder Zulieferer zuvor getestet haben, wird nicht ausgeschlossen.

Naturkosmetik

Naturkosmetik wird aus pflanzlichen Rohstoffen und Produkten lebender Tiere hergestellt. Damit ist Naturkosmetik nicht automatisch vegan. Der Einsatz von Stoffen, die von Tieren produziert werden (z.B. Milch, Honig), ist gestattet. Der Einsatz von Rohstoffen aus toten Wirbeltieren (z.B. Emuöl, Nerzöl, Murmeltierfett, tierische Fette, Collagen und Frischzellen) ist nicht erlaubt. Der Gebrauch von Rohstoffen aus wirbellosen Tieren ist nicht ausgeschlossen. Laut Richtlinie des BDIH werden für die Endprodukte keine Tierversuche durchgeführt. Dies wäre auch ungesetzlich. Tierversuche an Inhaltsstoffen, die von Lieferanten durchgeführt werden, finden für die Zertifizierung keine Beachtung.

Vegane Kosmetik

Als vegan gekennzeichnete Kosmetik enthält keine Inhaltsstoffe, die von oder aus Tieren produziert werden. Dies bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass vegane Kosmetikprodukte gänzlich ohne Tierversuche hergestellt werden. Der Begriff vegan ist nicht geschützt oder durch den Gesetzgeber klar definiert. Auch wenn der vegane Menschenverstand Tierversuche für ein veganes Produkt klar ausschließt, ist dies in den Marketingabteilungen der Kosmetikunternehmen noch nicht unbedingt angekommen.

Was kaufen?

PETA nimmt auf der Seite http://kosmetik.peta.de/ ausschließlich Kosmetikhersteller mit klaren Richtlinien gegen Tierversuche auf. Dies sind Unternehmen, deren Firmenpolitik eindeutig Stellung gegen Tierversuche bezieht und die so dabei helfen, Tierleid zu vermeiden und in Zukunft vollständig abzuschaffen. Diese Unternehmen führen keinerlei Tierversuche durch und gewährleisten, dass auch ihre Zulieferer oder Dritte nicht an Tieren testen. Somit ist auch ein Verkauf in China ausgeschlossen. Dies sichern sie PETA durch umfangreiche Fragebögen und verbindliche Erklärungen schriftlich zu, und nur dann werden sie in der Positivliste aufgenommen.

Alle Unternehmen die ausschließlich vegane Kosmetik herstellen, sind in unserer Liste als solche klar gekennzeichnet und werden durch das PETA cruelty free&vegan Logo zusätzlich unterstützt. Alle Neuigkeiten zur PETA Kosmetikliste erfahrt ihr unter https://www.facebook.com/KosmetikOhneTierversuche.

 

Unsere Produkte von Logona, Sante, Fitne, NeoBio sind Tochterfirmen der Logocos Naturkosmetik AG. Dieses Unternehmen lehnt Tierversuche strikt ab und setzt sich für alternative Testmethoden weltweit ein.

Auch bei lavera ist es eine gelebte Selbstverständlichkeit, Mensch, Tier und die Natur zu respektieren. Von Anfang an war lavera gegen Tierversuche und sichert die Verträglichkeit und Wirksamkeit nur mit freiwilligen Testpersonen ab.

 

Weitere interessante Links zu diesem Thema:

http://www.kosmetik-ohne-tierversuche.ch/de/tierversuche-fuer-kosmetika.html

 

Interessante Links zu Reinigungsmittel:

http://www.es-gruent-so-gruen.de/2014/07/tierversuchsfrei-leben-teil-3.html

http://www.vier-pfoten.de/kampagnen/tierversuche/aktuell/sauber-ohne-tierversuche/

 

Zahnpasta

Auch wenn es nicht auf der Verpackung steht, die meisten Zahnpasten sind nicht vegan.

 

Dies ist ein kleiner Ausschnitt von der Stellungnahme GABA International, Hersteller von Elmex, Aronal und Meridol:

 

Der zentrale Wirkstoff in den elmex und meridol Produkten ist Aminfluorid. Einzelne Komponenten dieses Wirkstoffes sind tierischen Ursprungs, weshalb unsere Produkte für eine vegane Lebensweise nicht geeignet sind.

 

Wir testen keinen unserer kosmetischen Inhaltsstoffe oder kosmetischen Produkte am Tier und überprüfen regelmäßig, dass unsere Lieferanten kosmetischer Inhaltsstoffe keine Tierversuche für den Einsatz dieser Stoffe in kosmetischen Produkten durchführen.

 

Weiterhin sind alle von uns eingesetzten Kosmetik-Rohstoffe gemäß den gesetzlichen Vorschriften toxikologisch geprüft (§7 Chemikaliengesetz). Einige der dort vorgeschriebenen Daten müssen am Tier erhoben werden. Die Prüfung von Fertigprodukten am Menschen ist aus ethischen Gründen erst dann möglich, wenn sichergestellt ist, dass aufgrund der eingesetzten Rohstoffe keine Gesundheitsgefahr für den Verbraucher besteht.

 

Geschirr

Wer Porzellan erwirbt kann zu 95% davon ausgehen, dass die Glasur mit Knochenasche zum Glanz gebracht wurde und bis zu 50% Knochenmehl hinzugefügt wurde.

 

Wenn nicht spezielle (und sehr teure!) Alternativmittel verwendet werden, kann man Porzellan ohne Knochenasche daran erkennen, dass das Porzellan nicht glänzt und die Glasur "irgendwie matt und trüb", das unterliegende Muster "nicht klar erkennbar" wirkt.

Porzellan mit Knochenmehl ist um ein vielfaches stabiler, als Porzellan ohne Knochenmehl.

Diese Methode findet seit dem 18Jhd. in Europa weite Verbreitung

Z.B. Bone China Porzellan, auch Fine Bone China, Bone heisst auf deutsch Knochen.